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Übungskopf Friseur: Perfektionieren Sie Ihre

Übungskopf Friseur: Perfektionieren Sie Ihre
Foto: — · hairkapper.de

Wann brauche ich überhaupt einen Übungskopf?

Viele denken, der Übungskopf sei nur für absolute Anfänger da. Das stimmt so nicht ganz. Er ist ein Werkzeug für alle Lernphasen. Wenn du zum ersten Mal eine Dauerwelle legst oder eine komplexe Schnitttechnik ausprobierst, willst du nicht unter Zeitdruck stehen. Dein Modell könnte ungeduldig werden oder Angst haben, dass etwas schiefgeht. Der Übungskopf gibt dir diese Freiheit zurück. Du kannst Fehler machen. Fehler sind beim Üben erlaubt und sogar erwünscht. Sie zeigen dir, wo du noch besser werden musst.

Gerade beim Einstieg in die Welt des Färbens ist ein Übungskopf Gold wert. Du kannst Farbmischungen testen, Strähnchen ziehen oder Balayage üben, ohne dass du dir Sorgen um das Haar deines besten Freundes machen musst. Denk daran, die erste Schicht Haare, die du schneidest, ist oft die wichtigste für die spätere Form. Hier hilft dir ein Trainingspartner, der stillhält und keine Angst vor der Schere hat.

Die große Frage: Echthaar oder Kunsthaar?

Das ist oft der erste Stolperstein. Welches Haar hält, was es verspricht? Die Antwort hängt stark davon ab, was du üben möchtest. Hier erkläre ich dir die Unterschiede ganz praktisch.

Echthaar-Übungsköpfe

Echthaar ist die Königsklasse. Es verhält sich fast genauso wie das Haar deiner Kunden. Wenn du später wirklich realistisch arbeiten willst, kommst du um Echthaar kaum herum. Du kannst es färben, dauern, föhnen und glätten, ohne dass es sofort verbrennt oder unnatürlich aussieht. Achte aber darauf, dass es sich um Remy-Echthaar handelt. Das bedeutet, dass die Schuppenschicht des Haares in die gleiche Richtung liegt, was Verfilzungen reduziert.

Ein Nachteil beim Echthaar: Es ist teurer. Außerdem musst du bei Hitzearbeiten vorsichtiger sein als bei Synthetik. Bei starken chemischen Behandlungen kann es dunkler werden oder strohig reagieren, genau wie echtes Kundenhaar. Wenn du präzise Farbtechniken oder anspruchsvolle Dauerwellen üben willst, investiere hier ruhig ein bisschen mehr Geld in einen guten Übungskopf mit Echthaar.

Kunsthaar-Übungsköpfe

Kunsthaar, oft auch Synthetik genannt, ist die budgetfreundliche Variante. Es ist ideal für den Anfang, wenn du nur grundlegende Schnitte üben möchtest. Das Haar ist sehr gleichmäßig und oft glatt. Du kannst hier viel üben, ohne dass das Haar sofort kaputtgeht, wenn du es bürstest.

Der große Haken bei Kunsthaar ist die Hitzebeständigkeit. Die meisten Kunsthaare vertragen Hitze schlecht. Föhnen ist meistens okay, aber Glätteisen oder Lockenstab können das Haar schnell schmelzen oder verformen. Wenn du versuchst, Locken einzuarbeiten, hält das Ergebnis oft nicht lange. Kunsthaar ist super für das Erlernen der Scherenhaltung und des Ausdünnens, aber weniger geeignet für komplexe Styling-Methoden.

Worauf du beim Kauf eines Übungskopfes achten musst

Neben der Haarart gibt es noch andere wichtige Details, die deinen Trainingsalltag beeinflussen. Wenn du einen guten Trainingspartner suchst, überprüfe diese Punkte:

VIDEO: Boxer Braids – Variante 1 (hollndischer Zopf) || haareflechten

Die Haarlänge und -dichte

Wie lang soll das Haar sein? Für Anfänger empfehle ich oft mittellanges Haar, etwa 30 bis 40 Zentimeter. Zu kurzes Haar schränkt dich beim Üben von Hochsteckfrisuren oder komplizierten Schnitten ein. Ist das Haar zu dünn, sieht man die Lücken, wenn du schneidest. Achte auf eine gute Dichte, damit du sauber arbeiten kannst. Ein Modell mit sehr wenig Haar lässt dich schnell frustriert zurück, weil die Basis nicht stabil ist.

Die Befestigungsmöglichkeit

Du brauchst eine stabile Basis. Wie befestigst du den Kopf? Die meisten Übungsköpfe haben ein Loch an der Unterseite. Das ist wichtig, damit du ihn auf einem Stativ befestigen kannst. Ein Stativ ist fast unverzichtbar. Wenn der Kopf wackelt, kannst du nicht präzise arbeiten. Viele Friseurschulen verlangen auch, dass du dein eigenes Stativ mitbringst. Prüfe also, ob dein Stativ zur Basis des Kopfes passt. Manche Köpfe lassen sich auch einfach auf einen Tisch klemmen, aber das ist oft weniger stabil.

Die Haarfarbe

Die Farbe spielt eine Rolle, besonders beim Färben und Schneiden. Bei sehr dunklem Kunsthaar siehst du Schnitte oder Farbübergänge manchmal schlechter als bei helleren Modellen. Wenn du intensive Blondierungen oder helle Strähnen üben willst, kann ein mittelheller Braunton oder Blondton die beste Wahl sein, da du Kontraste besser erkennst. Für den reinen Schnitt kannst du nehmen, was dir am besten gefällt.

Pflege deines neuen Trainingspartners

Dein Übungskopf ist kein Wegwerfartikel, besonders wenn du in Echthaar investiert hast. Gute Pflege verlängert die Lebensdauer enorm und sorgt dafür, dass du immer eine saubere Basis für dein nächstes Training hast.

Bürsten und Entwirren

Egal, ob Kunst- oder Echthaar, bürste den Kopf nach jeder Benutzung gründlich durch. Beginne immer an den Spitzen und arbeite dich langsam nach oben. Wenn du mit Echthaar arbeitest, nutze spezielle Entwirr-Sprays. Bei Kunsthaar funktioniert manchmal ein leichtes Silikonspray, aber sei vorsichtig, damit es nicht zu rutschig wird.

Umgang mit Chemie

Wenn du färbst oder Dauerwellen legst: Wasch den Kopf danach sorgfältig mit einem milden Shampoo aus. Rückstände von Blondierung oder Dauerwellenflüssigkeit können das Haar auf Dauer angreifen und stumpf machen. Achte darauf, die Produkte komplett auszuspülen. Trockne das Haar danach am besten an der Luft, bevor du es wieder bürstest.

Hitze richtig nutzen

Wenn du einen Echthaarkopf hast und föhnen musst, benutze eine mittlere oder niedrige Hitzestufe. Zu hohe Hitze verbrennt das Haar und es wird spröde. Wenn du Stylinggeräte verwendest, schütze das Haar mit einem Hitzeschutzspray, auch wenn es Echthaar ist. Es hilft immer.

Typische Anfängerfehler beim Übungskopf

Ich weiß, wie es ist, wenn man das erste Mal vor dem neuen Kopf sitzt. Du willst alles richtig machen, aber manchmal passieren kleine Dinge, die dich ausbremsen. Hier sind ein paar Dinge, die mir oder anderen am Anfang passiert sind:

• Zu aggressives Bürsten: Du ziehst zu fest am Haar, weil du schnell fertig werden willst. Das führt zu Knoten und Haarbruch, besonders am Ansatz. Sei sanft.

• Vernachlässigung des Kopfes bei chemischen Prozessen: Du lässt die Farbe zu lange einwirken, weil du denkst, der Kopf „fühlt“ den Stress nicht. Aber die Haarstruktur kann sich dauerhaft verändern, was zukünftiges Üben erschwert.

• Sparsamkeit bei der Produktmenge: Beim Färben oder Dauerwellen sparen. Das führt zu ungleichmäßigen Ergebnissen, weil das Produkt nicht überall hingelangt. Du lernst nichts über die richtige Dosierung.

• Arbeiten mit einem ungesicherten Kopf: Du versuchst, einen Pony zu schneiden, während der Kopf auf dem Schoß liegt. Sofort aufhören! Ohne Stativ oder feste Klemmung arbeitest du ungenau.

Die Investition in deine Fähigkeiten

Wenn du überlegst, ob du einen teuren Übungskopf kaufen sollst oder nicht: Betrachte ihn als eine Investition in dein Können. Ein günstiger Kopf aus minderwertigem Synthetikmaterial kann dich schnell demotivieren, weil du keine guten Ergebnisse erzielen kannst. Du lernst vielleicht die Bewegung, aber nicht das Gefühl für das Haar.

Wenn du planst, diesen Weg ernsthaft zu gehen, lohnt sich die Anschaffung eines guten Echthaarkopfes mit angemessener Länge. Er wird dir über viele Monate oder sogar Jahre hinweg als Trainingspartner dienen. Sieh es so: Du kaufst kein Produkt, du kaufst Zeit und Übungsmöglichkeiten, die dir niemand nehmen kann.

häufig gestellte fragen

lohnt sich ein übungskopf mit kunsthaar wirklich

Ja, wenn du gerade erst anfängst und hauptsächlich Grundlagen wie das Halten der Schere oder einfache Symmetrien üben möchtest. Kunsthaar ist gut für den ersten Kontakt, da es pflegeleicht ist und viel aushält, solange du keine Hitze anwendest. Es zeigt dir schnell, ob dir die Grundarbeit liegt.

wie erkenne ich, ob der übungskopf echthaar ist

Echthaar fühlt sich weicher, natürlicher und hat eine unregelmäßigere Struktur als Kunsthaar. Oft wird Echthaar leicht elektrisch aufgeladen, wenn du es bürstest, oder es nimmt Feuchtigkeit auf. Manche Anbieter geben die Haardichte in Gramm an; Echthaarmodelle sind meist deutlich schwerer als vergleichbare Synthetikmodelle.

kann ich den übungskopf auf meinem friseurstuhl benutzen

Das ist meistens nicht möglich, da der normale Friseurstuhl oft eine andere Art von Befestigungsschelle hat. Übungsköpfe benötigen entweder ein Stativ mit einer stabilen Schraubklemme oder einen speziellen Tischständer, den du auf die Arbeitsfläche klemmst. Stelle sicher, dass du einen passenden Ständer oder ein Stativ kaufst, bevor dein Kopf ankommt.

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